PNP vom Dienstag, 03. März 2004 Lokalteil Pocking

Feuerwehr rückt zu 22 Einsätzen aus

Bilanz bei Jahreshauptversammlung - Drei Wehrmänner sind seit 50 Jahren dabei – 174 Mitglieder

Kößlarn (kl). Überall wo sie außerhalb von Kößlarn auftreten, werden sie beneidet – die 40 aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren mit ihren 16 Feuerwehrfrauen. Und dass das weibliche Geschlecht stark ist, bewiesen sie bei den 22 Einsätzen im Vorjahr. Vorstand Franz Plattner, der bei der Jahreshauptversammlung im Weißbräu besonders Bürgermeister Franz Holub, Pfarrer Manfred Wurm, Kreisbrandinspektor Peter Högl und Ehrenkommandant Anton Messmer begrüßte, freute sich, dass auch zwei neue Mitglieder gekommen waren. Mit Monika Rauscheger und Kurt Kantner bekomme man eine willkommene Verstärkung, stellte der Vorstand fest.
Der aktuelle Stand der Mitglieder habe so die stolze Zahl von 174 erreicht, bilanzierte Franz Plattner. Rückblickend griff der Vorstand dann die Höhepunkte des abgelaufenen Vereins- und Dienstjahres auf. Neben drei Vorstandssitzungen und der Teilnahme an der Verbandsversammlung sowie zahlreichen Beteiligungen an Veranstaltungen auswärtiger Wehren, habe man ein Sommerfest aufgezogen, über das noch lange gesprochen wurde.
Erfolgreich war auch das Kinderprogramm, das 26 Feuerwehrfrauen und -männer aus den Ortswehren Oberwesterbach, Thanham und Kößlarn betreut hatten. 80 Ferienkinder waren begeistert. An dieser Stelle dankte Franz Plattner allen Helfern und Sponsoren für die hervorragende Unterstützung.
Eine perfekte Kassenprüfung wurde Elisabeth Rauch bescheinigt. Und mit Andreas Bauer und Manfred Weinzierl wurden auch schon bei der Neuwahl zwei neue Kassenprüfer gefunden.

Vorsorge ist notwendig


„Wenn sie kommen, dann kommen sie gehäuft“, kommentierte Kommandant Manfred Stieglbauer seinen Bericht, der 22 Einsätze aufwies. Neben zwei Brandeinsätzen hob er besonders einen technischen Hilfeeinsatz heraus - das plötzliche Unwetter am 31. Mai. Entlang des Kößlarner Bachs waren einige Anwohner zum ersten Mal vom Wasser betroffen. Der Kommandant empfahl Vorbeugungsmaßnahmen. Die „Schlammschlacht“ rund um das Sägewerk, Danglöd, Gerätehaus und Staatsstraße 2110 war noch nicht zu Ende. Auch am 1. und 6. Juni habe man wieder ausrücken müssen, um Keller und Tankraum von Wasser und Schlamm zu befreien.
Der Kommandant bat die Wehrleute eindringlich, sich an den Weiterbildungen zu beteiligen, damit man die Schlagkraft, bei der Wehr auf hohem Niveau halten könne. Manfred Stieglbauer dankte dabei besonders den Verantwortlichen, die die Gerätschaften in Ordnung halten, sowie den Funktionsträgern und seinem Stellvertreter, Hermann Penninger.
Auf eine Mannschaftsstärke von 14 Atemschutzträgern kann Bernhard Tausch verweisen. Zahlreiche Übungen waren und sind auch immer notwendig, um Kondition und Erfahrung zu bekommen, unterstrich der Atemschutzwart. Bedauernd verabschiedete er Franz Rossmadl, der als Atemschutzträger der ersten Stunde nach 15 Jahren Tätigkeit ausscheidet.
Darum werden ihn viele beneiden: 24 Nachwuchsfeuerwehrler, darunter sechs Mädchen, hat Jugendwart Walter Plattner unter seinen Fittichen. Zusammen mit seinen Mitstreitern Josef Stegner, Christian Mayerhofer, Markus Kantner und Martin Krenner jun. habe man sich insgesamt in zwei Gruppen zu 24 Ausbildungen getroffen. Höhepunkt war der Erwerb der Bayerischen Leistungsspange. Den Löschangriff Stufe I schaffte die zweite Gruppe sogar mit null Fehlern.


Dank der Öffentlichkeit


Im Hinblick auf die Finanzlage des Marktes könne er jetzt keine großen Versprechungen manchen, so Bürgermeister Franz Holub in seinem Grußwort. Er werde aber die drei Ortsfeuerwehren immer unterstützen, denn der Markt brauche sie nicht nur bei den Einsätzen, sondern auch bei öffentlichen Veranstaltungen.
Auch Pfarrer Manfred Wurm dankte für den ehrenamtlichen Einsatz bei den zahlreichen kirchlichen Veranstaltungen. Die Wehrleute sind die Garanten dafür, dass beim Besucherandrang, vor allen Dingen beim Erntedankfest, niemand zu Schaden kommt.
Kreisbrandinspektor Peter Högl erinnerte im Hinblick auf den Brand an der Bieringer Mühle daran, dass der Einsatz der Feuerwehren immer schwieriger werde. Neue Baumaterialien und Bauweisen erschwerten zusehends die Brandbekämpfung und stelle für die Wehren eine immer größere Herausforderung dar.
Nicht all zu oft werden Wehrmänner für die 50-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr geehrt. Max Entholzner, Alois Steinberger und Leo Tausch gehören dazu und dafür wurden sie bei der Versammlung auch besonders geehrt. Sie erhielten von Vorsitzendem Franz Plattner eine Urkunde und ein Florians-Bild zum Dank für die lange Treue.


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